Auf dieser Seite finden Sie sechs Projekte aus den letzten drei Schuljahren, die im Rahmen des schulischen Schwerpunkts MINT eingereicht wurden.
Darüber hinaus setzen wir im MINT-Bereich zahlreiche weitere Projekte/Aktivitäten um, die auf den anderen Reitern unserer Homepage dargestellt sind.
An dieser Stelle sind jedoch ausschließlich jene Projekte angeführt, die eingereicht wurden!
Weitere Informationen und Einblicke in unsere MINT-Aktivitäten finden Sie unter folgenden Links:
a) https://pms.phwien.ac.at/index.php/mint/
b) https://pms.phwien.ac.at/index.php/mint-2/
Die Idee zu diesem Projekt entstand durch ein Online-Video, das zeigte, wie man aus Kunststoffverschlüssen von Plastikflaschen einfache Schneidbretter herstellen kann. Daraufhin begannen wir, Plastikstöpsel zu sammeln. Diese bestehen aus Polypropylen, einem Material, das sich besonders gut eignet, da es nahezu schadstofffrei, sehr widerstandsfähig gegen Chemikalien und gleichzeitig thermoplastisch ist. Dadurch lässt es sich relativ leicht schmelzen und neu verformen.
Die Kunststoffverschlüsse wurden sowohl in der Schule als auch zu Hause gesammelt. Dabei wurde auch das Bewusstsein für Mülltrennung gestärkt, da das Ziel des Projekts ist, einen Beitrag dazu zu leisten, dass weniger Kunststoff – insbesondere Mikroplastik – in die Umwelt und Nahrungskette gelangt. In Zukunft soll das Projekt auch auf weitere Klassen ausgeweitet werden.
Nach dem Sammeln wurden die Kunststoffverschlüsse zerkleinert und in einer alten Pfanne geschmolzen. Der Pfannenboden wurde zuvor eingefettet, damit nichts anklebt. Nach etwa 25 Minuten entstand eine zähflüssige Masse, die zusätzlich von oben mit einem Heißluftföhn erhitzt wurde, um das Material gleichmäßig verarbeiten zu können.
Für die weitere Verarbeitung wurde aus Holzleisten ein einfacher Rahmen gebaut. Boden und Wände des Rahmens sowie die verwendeten Werkzeuge wurden mit Silikonspray besprüht und eingefettet, damit sich das Material später leichter aus der Form lösen lässt. Die erhitzte Kunststoffmasse wurde anschließend in den Rahmen gepresst. Bei Bedarf wurde erneut mit dem Heißluftföhn nachgeholfen. Danach wurde eine Abdeckung aufgelegt und mit Zwingen gleichmäßig auf die Masse gedrückt, um eine stabile Rohform zu erhalten.
Nachdem die Form vollständig abgekühlt war, konnte das Schneidbrett weiterbearbeitet werden. Dabei wurden beispielsweise Löcher gebohrt oder kleine Unebenheiten mit einem Föhn ausgeglichen. Zum Abschluss wurde das fertige Schneidbrett im Alltag getestet. Dabei zeigte sich, dass es stabil ist und sich gut für den vorgesehenen Zweck eignet.
Für Fotos und mehr klicken Sie die beiden Links:
a) https://pms.phwien.ac.at/index.php/aktivitaeten/we-recycle-lets-make-something-useful-again/
b) Preisverleihung: https://pms.phwien.ac.at/index.php/mint/mint-projekt-3-platz/
Aus Papierprofilen bauten wir einen Kugelbahnturm.
Der kreative Einsatz war Brücken bauen. Brücken schaffen Verbindungen und überwinden Hindernisse. Unsere Brücken haben das Gewicht eines Ziegelsteines aushalten müssen. 24 Schüler*innen bauten in Gruppenarbeit mehrere Brücken, die zu einem Turm verklebt wurden. Profile waren wichtig, weil sie die Brücken stabiler machen. Die Tragfähigkeit wurde durch die Profilgebung um ein Vielfaches erhöht.
Unser Brückenturm wurde immer höher und da der Spaß nicht zu kurz kommen darf, wurde draus ein Kugelbahnturm. Die Kugelbahnen wurden aus 3D Profile gefertigt. Wir ließen die Kugel rollen und waren auf unser Kunstwerk sehr stolz.
Dazu kommt das wir mit diesem Projekt bei einem Publikumsvoting den ersten Platz erreicht haben.
Für Fotos und mehr klicken Sie den Link: https://pms.phwien.ac.at/index.php/aktivitaeten/papier-macht-schule/
Beim Bau einer Leonardo-da-Vinci-Brücke lernen die Schülerinnen und Schüler grundlegende Prinzipien der Statik und Reibung kennen. Die besondere Konstruktion kommt ohne Nägel, Schrauben oder Leim aus und bleibt dennoch stabil. Dadurch wird anschaulich vermittelt, wie physikalische Kräfte in der Praxis wirken. Gleichzeitig fördert das Projekt logisches Denken, räumliches Vorstellungsvermögen und Teamarbeit, da die Holzelemente präzise und gemeinschaftlich zusammengesetzt werden müssen.
Zentrale statische Prinzipien werden dabei unmittelbar erfahrbar. Die Stabilität der Brücke beruht auf dem Reibungsschluss: Alle Bauteile halten ausschließlich durch die Haftreibung zwischen den Hölzern zusammen, die ein Verrutschen unter Belastung verhindert. Zusätzlich spielen Druckkräfte eine entscheidende Rolle. Jedes aufgebrachte Gewicht erhöht den Anpressdruck der überlappenden Stäbe, wodurch vertikale Lasten in stabilisierende Normalkräfte umgewandelt werden. Je größer die Belastung, desto fester wird die gesamte Struktur. Zudem stützen sich die einzelnen Stäbe gegenseitig ab, indem sie sich geschickt verkanten und sowohl am Boden als auch an benachbarten Elementen Halt finden.
Der gesamte Bauprozess wurde durch Fotos und Videos dokumentiert und begleitete das Projekt anschaulich.
Für Fotos und mehr klicken Sie die beiden Links:
Wie erleben wir Mobilität in unserem unmittelbaren Lebensraum? Wie prägt Verkehr unsere Wahrnehmung von Stadt, Umwelt und Gesundheit?
Diese Fragen stehen im Zentrum des Projekts „Mobilität und mein Lebensraum in der Stadt“, das im Rahmen von MINT – Cultural Collisions umgesetzt wird.
Ausgehend von ihrer individuellen Perspektive setzen sich die Lernenden mit dem Begriff Mobilität auseinander. Sie erforschen, wie Bewegung von Menschen und Dingen – insbesondere durch Verkehr – ihren Alltag beeinflusst und wie Mobilität zur Nutzung und Gestaltung des eigenen Lebensraums beiträgt. Mobilität wird dabei nicht abstrakt, sondern direkt erlebbar gemacht: gesehen, gehört, benannt und reflektiert.
Lernaktivität und Ablauf
Zu Beginn werden im Plenum unterschiedliche Eindrücke, Erfahrungen und Sichtweisen der Lernenden zu den Themen Mobilität, Umweltschutz und Gesundheit gesammelt. Um ein erstes räumliches Verständnis zu entwickeln, erstellen die Lernenden anschließend eine vereinfachte Karte ihrer Schule und der näheren Umgebung.
In diesem Schritt setzen sie sich bewusst mit den sie umgebenden Verkehrswegen auseinander und kennzeichnen diese auf ihren Karten (z. B. Gehsteige, Radwege, Straßen, mehrspurige Verkehrsflächen). Ergänzend werden verschiedene Verkehrsteilnehmer:innen identifiziert und gemeinsam reflektiert.
Darauf aufbauend unternehmen die Lernenden einen Gehörspaziergang rund um die Schule. In Kleingruppen verweilen sie an ausgewählten Orten, schließen bewusst die Augen und konzentrieren sich auf Geräusche, Bewegungen und wahrnehmbare Verkehrssituationen. Die gesammelten Eindrücke werden dokumentiert und auf den Karten festgehalten.
Diese direkte Auseinandersetzung stärkt das Bewusstsein für Mobilität als prägenden Bestandteil des eigenen Lebensraums und bildet die Grundlage für die künstlerische Umsetzung.
Für Fotos und mehr klicken Sie den Link: https://pms.phwien.ac.at/index.php/mint/cultural-collisions-die-zukunft-gestalten/